Cycling Austria ehrt die Radsportler:innen des Jahres 2026

Saalfelden-Leogang war Schauplatz der Cycling Austria Sieger:innen-Ehrung des Radsportjahres 2026. In der Partnerdestination des Österreichischen Radsport-Verbandes wurden die Radsportler:innen des Jahres, die Sieger:innen der Cycling Austria Jahreswertungen in den Sparten Mountainbike, Straße, Bahn und BMX Racing sowie die besten Teams ausgezeichnet. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die erstmalige Vergabe des Cycling Austria Vereins Awards, mit dem der Verband das Engagement und die Leistungen seiner Mitgliedsvereine stärker in den Mittelpunkt rückt. Die Veranstaltung bot in einem würdigen Rahmen Gelegenheit, auf eine erfolgreiche Radsportsaison zurückzublicken und jene Menschen auszuzeichnen, die den Radsport in Österreich auf und abseits der Rennstrecken prägen. Valentina Höll und Felix Gall sind Radsportlerin und Radsportler des Jahres. Cornelia Wibmer setzt sich bei den Para-Radsportler:innen durch und die Young Bikefriends Salzburg gewinnen den Vereins Award. - Foto: Valentina Höll, Felix Gall und Cornelia Wibmer (Credit: Peter Maurer/Cycling Austria)

Seit 1995 ehrt Cycling Austria herausragende Leistungen im heimischen Radsport mit der Wahl zum/zur (Para-)Radsportler:in des Jahres. Auch 2026 standen Athlet:innen zur Wahl, die mit sportlichen Erfolgen, außergewöhnlichem Einsatz und starken Leistungen auf internationaler und nationaler Ebene überzeugt hatten. In den Kategorien Radsportlerin und Radsportler bzw. Pararadsportler:in des Jahres setzte sich das Ergebnis aus den Stimmen der Expertinnen und Experten sowie dem Publikumsvoting zusammen. Beide Perspektiven flossen in die Gesamtwertung ein und machten die Wahl zu einer gemeinsamen Entscheidung von Fachleuten und Radsportfans.

Valentina Höll ist Radsportlerin des Jahres 2026

Die Wahl zur Radsportlerin des Jahres 2026 entschied die Salzburgerin Valentina Höll für sich. Die 24-Jährige überzeugte in der vergangenen Saison mit zahlreichen internationalen Podestplätzen und setzte bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole ein weiteres Ausrufezeichen: Mit ihrem fünften Weltmeistertitel in Folge im Downhill schrieb sie ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort. In Saalfelden wurde sie nun für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet – an jenem Ort, an dem sie erst wenige Wochen zuvor mit einem Heimsieg im Weltcup für Begeisterung gesorgt hatte. Auf Rang zwei landete die Tirolerin Laura Stigger, die sich den Weltmeistertitel im Short Track sowie den Staatsmeistertitel im Cross Country sicherte und darüber hinaus mit zahlreichen internationalen Spitzenplatzierungen aufzeigte. Platz drei ging an das Radball-Duo Sarah Kraller und Frieda Rümmele. Die beiden Nachwuchsathletinnen holten bei der U19-Europameisterschaft im Hallenradsport in Höchst (Vorarlberg) die Silbermedaille und unterstrichen damit eindrucksvoll die Stärke des österreichischen Radball-Nachwuchses.

"Die Saison hätte gar nicht besser laufen können. Sechs Weltcup-Siege, Heimsieg in Saalfelden, Weltmeistertitel und Gesamtweltcup. Ich habe unglaublich viel Spaß am Sport und brauch auch den nötigen Druck, der damit einhergeht. Besondere Freude habe ich auch daran, dass junge Athletinnen im Downhill-Sport nachkommen", so Österreichs erfolgreichste Downhill-Athletin.

Für die Wahl zur Radsportlerin des Jahres waren Katrin Embacher (MTB XCO, XCC und Weltcup XCO), Lina Frener (Juniorinnen MTB Downhill), Valentina Höll (Elite MTB Downhill), Sarah Kraller und Frieda Rümmele (Juniorinnen Radball), Mona Mitterwallner (Elite MTB), Katharina Sadnik (Elite Straße) sowie Laura Stigger (Elite MTB XCO und XCC) nominiert.

Felix Gall ist Radsportler des Jahres 2026

Bei den Männern reichte das Feld der Nominierten von den internationalen Erfolgen im Straßenradsport über den Bahnradsport bis hin zum Radball und Nachwuchssport. Zur Wahl standen Markus Bröll und Patrick Schnetzer (Elite Radball), Heimo Fugger (U23 Bahn), Felix Gall (Elite Straße), Michael Hettegger (Junioren Straße und MTB), Raphael Kokas (U23 Bahn), Timo Lampert und Max Schallert (Junioren Radball) sowie Gregor Mühlberger (Elite Straße).

Zum Radsportler des Jahres 2026 wurde Felix Gall gewählt. Der Osttiroler blickt auf eine außergewöhnliche Saison zurück, in der er österreichische Radsportgeschichte schrieb. Mit Rang zwei in der Gesamtwertung des Giro d’Italia, dem Gesamtsieg bei der Burgos-Rundfahrt und Platz drei im Gesamtklassement der Vuelta a España stellte er seine Klasse bei gleich drei bedeutenden Rundfahrten unter Beweis. Auf Rang zwei der Wahl landete mit Gregor Mühlberger ein Wegbegleiter und besonders wertvoller Helfer an Galls Seite. Der gebürtige Niederösterreicher überzeugte selbst mit starken Leistungen und feierte bei der diesjährigen Tour of Austria gemeinsam mit dem Nationalteam von Cycling Austria den Gesamtsieg. Rang drei ging an Michael Hettegger, eine der großen Nachwuchshoffnungen des österreichischen Radsports. Der junge Salzburger machte international auf sich aufmerksam und sicherte sich bei den Weltmeisterschaften die Silbermedaille im Cross-Country-Bewerb der Junioren. Damit standen drei Athleten auf dem Podium, die den österreichischen Radsport auf unterschiedlichen Ebenen erfolgreich repräsentieren.

"Es ehrt mich sehr erneut Radsportler des Jahres zu sein. Ich möchte mich noch weiterentwickeln und bin schauen was zukünftig noch möglich ist. Die abgelaufene Saison war schon richtig gut, jetzt bin ich gespannt was noch vor mir liegt“, so der Radsportler des Jahres, der zum vierten Mal den Award gewann und damit mit Rekordsieger Georg Totschnig gleichzog.

Para-Radsport: Gemeinsame Wahl für Frauen und Männer

Auch die Leistungen im Para-Radsport wurden im Rahmen der Wahl zum/zur (Para-)Radsportler:in des Jahres gewürdigt. Nominiert waren Thomas Frühwirth (Elite H4), Franz-Josef Lässer (Elite C5) und Cornelia Wibmer (Elite H4). Letztgenannte setzte sich im Voting durch und erhielt auch vor Ort die Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen vom teilnehmenden Publikum. Cycling Austria würdigte ausdrücklich den Einsatz, die Erfolge und den Beitrag der Para-Radsportler:innen zum österreichischen Radsport.

"Ich bin in der glücklichen Lage mich voll auf das Training konzentrieren zu können. Hier will ich mich noch weiterentwickeln, um an der Spitze dabei bleiben zu können“, so die WM-Bronzene Cornelia Wibmer.

Premiere für den Cycling Austria Vereins Award: Österreichs Radsportvereine im Rampenlicht

Ein besonderes Highlight des Abends war die erstmalige Vergabe des Cycling Austria Vereins Awards. Mit dieser neuen Auszeichnung rückt Cycling Austria jene Vereine und engagierten Menschen ins Rampenlicht, die mit ihrer täglichen ehrenamtlichen Tätigkeit den Radsport, ihre Regionen und das gesellschaftliche Miteinander stärken.

Der Award wurde 2026 erstmals ausgeschrieben. Nach der Nominierungsphase vom 6. bis 11. Oktober wurden sechs Vereine, von einer Fachjury, für die finale Abstimmung ausgewählt. Im Anschluss entschied das Publikum. Die Resonanz übertraf die Erwartungen: Mehr als 90 hochwertige Nominierungen für insgesamt 30 Vereine gingen ein, dazu kamen weit über 2.000 Abstimmungen. Die große Beteiligung verdeutlichte, wie breit die Vereinsarbeit im österreichischen Radsport verankert ist. Dieses wertvolle Engagement wurde von Cycling Austria geehrt.

In die Top 6 schafften es der ARBÖ ASKÖ Raiffeisen Radclub Feld am See, Bike Friends Salzburg, der Bike the Bugles MTB Club Krumbach, die Pedal Union Pinzgau, der Radsportverein Vienna International Cycle Club sowie die Union RV Dornbirn 1886.

Young Bikefriends Salzburg holen sich den VEREINS AWARD 2026

Der erstmals vergebene Cycling Austria Vereins Award 2026 ging an die Bikefriends Salzburg. Der Verein überzeugte mit einem außergewöhnlichen Konzept in der Nachwuchsarbeit, die 2026 neu gedacht und erfolgreich weiterentwickelt wurde. Innerhalb eines Jahres konnte die Mitgliederzahl verdreifacht werden. Dazu kamen nationale sportliche Erfolge bis hin zum Gesamtsieg der Austrian Junior Series. Besonders im Mittelpunkt steht jedoch die Begeisterung zahlreicher Kinder für den Rennradsport. Die Young Bikefriends Salzburg schaffen Freundschaften, stärken das Selbstvertrauen und vermitteln Zusammenhalt. Denn hier zählt nicht nur, wer vorne fährt, sondern auch, wer sich umdreht und schaut, ob alle noch dabei sind. Ein Ansatz, der die Jury des Publikums eindrucksvoll überzeugte und die Bikefriends Salzburg zum ersten Gewinner des Cycling Austria Vereins Awards machte. Mit dem neuen Award möchte Cycling Austria künftig noch stärker sichtbar machen, was Vereine Tag für Tag für den Sport und die Gesellschaft leisten. Dabei zählt nicht die Größe eines Projekts, sondern vor allem seine konkrete Wirkung.

Auszeichnung der Cup-Gesamtsieger:innen und besten Teams

Neben den Ehrungen der Radsportler:innen des Jahres und der Premiere des Vereins Awards wurden in Saalfelden-Leogang auch die Gesamtsieger:innen sowie die besten Teams der Cycling Austria Jahreswertungen in den Sparten Mountainbike, Straße, Bahn und BMX Racing ausgezeichnet. Die verschiedenen Rennserien spiegeln die Breite des österreichischen Radsports wider und bieten Athlet:innen unterschiedlicher Altersklassen und Disziplinen eine sportliche Bühne. Die Ehrungen bildeten den Abschluss einer Saison, die von engagierten Vereinen, starken Leistungen und dem Einsatz zahlreicher Funktionär:innen, Trainer:innen und Helfer:innen geprägt war.

Der Abend zeigte, wie eng sportlicher Erfolg, Nachwuchsförderung und ehrenamtliches Engagement miteinander verbunden sind.