Radballer Schnetzer/Bröll küren sich zu den neuen Weltmeistern
Mit einem eindrucksvollen 8-1 Erfolg gegen Deutschland sichern sich Patrick Schnetzer und Markus Bröll zum siebten Mal gemeinsam den Weltmeistertitel im Radball. Das Duo, welches heuer auch schon den Europameistertitel einfahren konnte, blieb über das ganze Turnier ungeschlagen und begeisterte die Halle in Ludwigsburg mit ihrem Spiel. Nach der Bronzemedaille durch Franziska Belmega und Marcel Schnetzer ist es die zweite Medaille für das rot-weiß-rote Team bei den Titelkämpfen in Deutschland. (Credit: Peter Maurer/Cycling Austria)
"Eine Weltmeisterschaft ist ein eigenes Turnier, weil es in jeder Runde wieder bei Null beginnt. Das Publikum stand natürlich hinter den Deutschen, aber das ist für uns auch eine zusätzliche Motivation", schilderte Schnetzer, der in den letzten beiden Jahren an der Seite von Stefan Feurstein zweimal das Finale erreichte, dort aber zwei Mal Deutschland unterlag. Nach der Verletzung von Feurstein fand er in seinem alten Partner Markus Bröll mehr als perfekten Ersatz. "Wir haben über Jahre hinweg viel erreicht gemeinsam, verstehen uns super und wir hätten uns im Dezember nicht erträumt, dass es so eine Saison wird", so Schnetzer, der mit Bröll heuer schon Europameister wurde.
Bei Weltmeisterschaften ist es ihre neunte gemeinsame Medaille, der siebte gemeinsame Titel. "Schon beim ersten gemeinsamen Turnier haben wir uns blind verstanden. Es passt einfach super", grinste Bröll, der zuletzt mit 2019 mit Schnetzer das Regenbogentrikot erringen konnte. Sieben Jahre später war dem 39-Jährigen die Rührung anzukennen: "Ich muss mich ein wenig zusammenreißen, dass mir nicht die Tränen kommen. Das Gefühl ist der Wahnsinn."
Auch Österreichs Kunstradteam konnte einen Medaillengewinn feiern. Nur wenige Monate, nachdem sie sich als Zweier-Paar zusammengefunden hatten, eroberten Belmega und Marcel Schnetzer Bronze im Offenen Zweier. Während es für Belmega die erste Medaille ihrer Karriere bei Weltmeisterschaften war, holte Schnetzer zum vierten Mal Bronze, mit der insgesamt dritten unterschiedlichen Partnerin. 2016 war er Dritter mit Jana Latzer, 2021 und 2022 mit Katharina Kühne.
"Natürlich spielt die Erfahrung eine Rolle, aber Franziska ist sehr talentiert für den Zweier und das hilft enorm. Wir passen als Team super zusammen und trotz der kurzen Vorlaufzeit haben wir jetzt eine Medaille", grinste Marcel Schnetzer. Erst im Sommer starteten sie ihr gemeinsames Training. Im Einer wurde er Fünfter, Franziska Belmega holte Rang sechs wie auch Christopher Schobel. Die nächsten Titelkämpfe im Hallenradsport sind im nächsten Jahr schon Ende August in Frankreich, im Rahmen der Super-Weltmeisterschaften der UCI, wo alle Raddisziplinen in der Region Haute-Savoie ihre Medaillen innerhalb von zwei Wochen vergeben.
