Herzschlagfinale bei der Premiere Carinthia200
Villach, 20. September 2026. Kärnten hat ein neues Rennradevent – und die Premiere hat gehalten, was sie versprochen hat: Knapp 2.000 Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer aus 24 Nationen sind heute bei perfektem Wetter von der Villacher Innenstadt aus durch das Gailtal, über die Windische Höhe und durch das Drautal gefahren – auf gesperrten Straßen, vorbei an acht Zuschauer-Hotspots und durch elf Gemeinden, die den Tag zu ihrem gemacht haben. Auf der 197 Kilometer langen Königsdistanz setzten sich Carina Ziegler (Heartland Cycling, 5:33:44,9) und Wolfgang Krenn (1OF1 Cycling Team, 5:05:27) durch – beide erst im Zielsprint. Der Veranstalter zieht eine rundum positive Bilanz – und bedankt sich bei den elf Gemeinden, 600 Volunteers, den Feuerwehren, Sportvereinen, Dorfburschenschaften und Zechen der Streckengemeinden, Polizei, Rettung und Behörden. Fest steht bereits heute: 2027 gibt es eine Fortsetzung. Fotos - Credits: SPORT-IT
Premierensieg im Sprint: Wolfgang Krenn setzt sich gegen Alban Lakata durch
Um 7:05 Uhr rollte das Feld in der Villacher Innenstadt los – wenige Stunden später standen die ersten Siegerinnen und Sieger der Carinthia200 fest. Auf der Königsdistanz über 197,4 Kilometer und 2.731 Höhenmeter setzte sich bei den Frauen Carina Ziegler (Heartland Cycling) nach 5:33:44,9 Stunden mit acht Zehntelsekunden Vorsprung auf Valerie Rupitsch durch, Dritte wurde Corina Vorraber mit 3,2 Sekunden Rückstand; bei den Männern lieferten sich drei Österreicher ein Finale, wie es der Bewerb spannender nicht hätte schreiben können: Auf der zweiten Schleife schmolz die Spitzengruppe auf drei Fahrer zusammen, im Sprint setzte sich Wolfgang Krenn (1OF1 Cycling Team) nach 5:05:27 Stunden zeitgleich vor dem dreifachen MTB-Marathon-Weltmeister Alban Lakata (Bulls Bikes) durch; Thomas Garber (HUMANPWR Racing) kam zwei Sekunden später als Dritter ins Ziel.

C200 Top3 Männer - Foto 2.jpg
Auch auf der Carinthia105 (105,7 Kilometer, 1.304 Höhenmeter) fielen beide Entscheidungen erst im Zielsprint: Franziska Zuder (SC Mirnock) gewann in 2:51:16,9 mit 1,8 Sekunden Vorsprung auf Anna Bäuchler (ZONE 2|5), Dritte wurde Marlies Feichtenhofer (BSG Bike Syndikat Graz). Bei den Männern siegte der für den Kärntner Verein Special Bike Pörtschach startende Steirer Arno Kaspret in 2:45:09,6 drei Zehntelsekunden vor den beiden Kärntnern Michael Kanduth (BSG Bike Syndikat Graz) und Michael Rieger (sv-doellach).
Die vollständigen Ergebnislisten stehen unter carinthia200.com/ergebnisse bereit.
„Zweimal über die Windische Höhe, zweimal durch das Drautal und an jedem Hotspot Menschen, die einen anfeuern – diese Strecke ist wunderschön und gnadenlos zugleich. Dass ich die Premiere gewinnen darf, ist etwas ganz Besonderes. Ich komme wieder.“, freut sich Carina Ziegler, Siegerin der Carinthia200.
„Eine landschaftlich wunderschöne Strecke, perfektes Wetter und ein spannender Bewerb – ich bin von Carinthia200 wirklich begeistert! In der zweiten Runde konnten wir die Spitzengruppe verkleinern, auf den letzten 30 bis 40 Kilometern waren wir dann nur noch zu dritt. Dass ich mich am Ende als erster Sieger dieses Bewerbs durchsetzen konnte, freut mich riesig. Eine großartige Premiere und ein perfekter Auftakt für mich!“, sagt Wolfgang Krenn, Sieger der Carinthia200.
Im Ziel angekommen sind auch die Sportbotschafterinnen und Sportbotschafter Nici Schmidhofer, Elisabeth Görgl, Andreas Goldberger, Christoph Sumann sowie **Sabine **und Alexander Payer. Die Carinthia105 fuhren Kärntens Radkoordinator Paco Wrolich und Ex-Biathlet Julian Eberhard.
Ausverkauft, international, regional verankert: die Premiere in Zahlen
Die Premiere war seit Wochen ausverkauft: Knapp 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Nationen hatten sich angemeldet. Welche Distanz gefahren wurde, entschied sich erst unterwegs: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten auf der Strecke wählen, ob sie nach der ersten Schleife in Villach ins Ziel rollen (Carinthia105) oder die zweite Schleife über Bad Bleiberg und ein zweites Mal über die Windische Höhe anhängen (Carinthia200). Die stärksten Nationen im Feld waren Österreich, Deutschland, Slowenien, Ungarn und Italien. Zugleich war die Carinthia200 ein Heimspiel: 174 Starterinnen und Starter kamen aus den elf Gemeinden entlang der Strecke, mehr als 100 davon aus Villach. Wer nicht an der Strecke stand, verfolgte den Bewerb per Live-Tracking.
Elf Gemeinden als Gastgeber: 600 Volunteers, Feuerwehren, Vereine, Burschenschaften und Zechen im Einsatz
Von der Draubrücke in Villach über Matschiedl, die Windische Höhe, Zlan, Feistritz an der Drau, Bad Bleiberg und Labientschach bis Kerschdorf: Im Start- und Zielbereich in der Villacher Innenstadt und an den acht offiziellen Zuschauer-Hotspots entlang der Strecke – teils mit Verpflegung, Musik und Moderation – säumten tausende Zuseherinnen und Zuseher die Straßen. Aus dem Feld kamen den ganzen Tag über dieselben Rückmeldungen: unglaubliche Stimmung, Kuhglocken und Anfeuerungsrufe in jedem Ort. Feuerwehren, Gasthöfe und Vereine haben die Hotspots getragen, die Anrainerinnen und Anrainer die Sperren mitgetragen. Möglich gemacht haben den Tag 600 Volunteers, die seit den frühen Morgenstunden an Start und Ziel, an den Labestationen und an den 16 Querungsstellen im Einsatz waren. Eine tragende Rolle hatten dabei die Freiwilligen Feuerwehren, die Sportvereine, Dorfburschenschaften und Zechen der Region: Aus allen elf Streckengemeinden standen Kameradinnen und Kameraden, Vereinsmitglieder, Burschen und Zechfrauen an Kreuzungen, Querungsstellen, Labestationen und Hotspots – von der Villacher Innenstadt über das Gailtal und die Windische Höhe bis ins Drautal. Gemeinsam mit Polizei, Rettung und den Behörden haben sie das Feld sicher durch den Tag gebracht. Der Bewerb verlief ohne schwere Zwischenfälle.
„Ein Bewerb dieser Größe auf gesperrten Straßen funktioniert nur gemeinsam. Mein Dank gilt den elf Gemeinden, der Polizei, den Behörden und allen Einsatzkräften: Die Zusammenarbeit in der Vorbereitung und an der Strecke war vorbildlich – und die Basis dafür, dass das Feld heute sicher unterwegs war.“, betont Patrick Schörkmayer, Renndirektor der Carinthia200.
Rennraddestination Kärnten: der erste große Schritt für lake.bike
Für den Kärntner Tourismus kam die Premiere zur richtigen Zeit: nach der Hauptsaison, mit Gästen aus den wichtigsten Herkunftsmärkten des Landes, die für das Eventwochenende von 17. bis 21. September – mit Social Rides, Expo und Ambassadors-Abend in der Villacher Innenstadt – mehrere Tage in der Region verbrachten – rund 6.000 Nächtigungen. Die Region Villach – Faaker See – Ossiacher See setzt mit ihrer Marke lake.bike seit zehn Jahren auf den Mountainbike-Sport und war auf der Expo mit 17 Ausstellern mit einem eigenen Stand vertreten; mit der Carinthia200 erweitert sie dieses Profil um den Rennradsport. Für die Kärnten Werbung ist der Bewerb ein strategischer Baustein in der Positionierung Kärntens als Raddestination.
„Mit lake.bike haben wir uns in zehn Jahren als Mountainbike-Region etabliert. Die Carinthia200 ist der erste große Schritt, den Rennradsport unter dieser Marke konsequent zu entwickeln. Gäste aus 24 Nationen haben heute erlebt, was unsere Region vom Rennrad aus zu bieten hat – viele werden wiederkommen.“, sagt Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach – Faaker See – Ossiacher See.
„Wir haben Carinthia200 das Potenzial zum Fixpunkt im europäischen Radsportkalender zugetraut – nach dieser Premiere ist das keine Prognose mehr. Gäste aus unseren wichtigsten Herkunftsmärkten nehmen die Bilder von Kärntens Seen und Bergen mit nach Hause: knapp 2.000 Botschafterinnen und Botschafter für die Raddestination Kärnten.“, ist Mag. Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, überzeugt.
Ausblick 2027: Die Carinthia200 geht in die zweite Runde
Die Fortsetzung ist fix: Die Carinthia200 geht 2027 in die zweite Auflage, der Termin wird demnächst bekanntgegeben. Das Ziel bleibt unverändert: Carinthia200 soll sich zum größten Rennradevent Österreichs entwickeln und Kärnten als Rennraddestination weiter stärken. Das Eventwochenende klingt am Montag mit dem Recovery Ride aus.
„Diese Premiere hat alle Erwartungen übertroffen. Knapp 2.000 Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer aus 24 Nationen, elf Gemeinden als Gastgeber, 600 Volunteers und eine Stimmung an der Strecke, die man nicht planen kann – dafür sagen wir Danke. Und wir versprechen: Das war erst der Anfang.“, sagt Julius Rupitsch, Event Director von Carinthia200.
