Elisa Winter und Filip Lepka sind die neuen Festungskönige in Salzburg
Die Steirerin Elisa Winter und der Tscheche Filip Lepka konnten die sechste Austragung des City Hill Climbs in Salzburg für sich entscheiden. Während Winter nach souveränen Vorrunden auch im Finale unangefochten gewinnen konnte, musste Lepka deutlich härter kämpfen. Denn gegen den Steirer Maks Alfred Barret Maunz setzte sich der Tscheche erst auf kuriose Weise auf den letzten Metern durch. Foto: (c) Marketa Navratilova/CHC
Denn schon früh im Finale konnten sie sich von ihren Gegnern lösen, während Lepka die erste Position in der Anfahrt auf die Festung in Hohensalzburg einnahm, schob sich Barret Maunz am Festungstor am Tschechen vorbei und übernahm die Führung. Im steilsten Part der Strecke, mit 32 Steigungsprozent, fuhren die beiden Kopf-an-Kopf und angefeuert von den Fans am Streckenrand in Richtung Ziel. In der letzten Kehre probierte sich Lepka innen durchzuschieben, Barret Maunz ließ nicht locker und dadurch kamen beide zu Sturz.
“Wir haben alles gegeben im Finale und die tolle Stimmung hat uns noch einmal angestachelt. Es war ein brutaler Kampf gegen Filip, der dann in die letzte Kurve reinstoch innen. Ich habe dagegengehalten und dann lagen wir beide da. Für die Zuschauer war es sicher dramatisch“, schilderte Barret Maunz, der als erster der beiden Kontrahenten wieder aufkam und sein Bike laufend in Richtung Ziel schob. Lepka hingegen setzte sich aufs Rad und sprintete auf den letzten Metern noch am Steirer vorbei.
“Es war echt ein hartes Duell und ich hätte nicht gedacht, dass ich es am Ende noch schaffe. Wir haben uns richtig gepusht und ohne den Sturz hätten wir sicher den Streckenrekord geknackt“, meinte Lepka, den natürlich auch das Sonderpreisgeld für eine Zeit unter drei Minuten gereizt hätte: “Klar, aber mit dem Sturz war das nicht möglich“, fügte der Tscheche an, der zum ersten Mal das steile Spektakel in der Salzburger Innenstadt gewinnen konnte. Dritter wurde der Luxemburger Loic Bettendorff.
Bei den Frauen war weniger Drama angesagt auf den 900 Metern vom Kapitelplatz hinauf zur Festung. Schon früh setzte sich Winter ab, die vor zwei Jahren schon einmal das Rennen für sich entscheiden konnte. Damals noch mit Laufleistung im steilsten Part, diesmal trat die 22-Jährige die gesamte Strecke durch. “Im Finale wollte ich dann noch alles rausholen und je schneller du fährst, desto unangenehmer wird der steile Stich“, so Winter, die sich souverän vor Katharina Urdl und der Kärntnerin Lara Maierbrugger durchsetzte: “Die Fans pushen dich so, da kannst du nicht aufhören.“
Aufhören wird auch Veranstalter Gerhard Schönbacher noch lange nicht mit seinem Event in der Salzburger Innenstadt. “Eingebettet in den Tag des Sports war es heuer wieder richtig schön mit den vielen Zuschauern. Jede Fahrerin und jeder Fahrer wurde angefeuert vom ersten Lauf bis zum letzten Finale“, schilderte Schönbacher, der in einem Jahr mit der siebten Austragung in die Salzburger Innenstadt zurückkehren wird.
