PERNSTEINER UND SZOLDERITS HOLEN DIE TAGESSIEGE UND DIE BERG-MEISTERSCHAFTEN
GAISBERG FORDERT ÖSTERREICHS BERGELITE - Der Gaisberg ist endgültig zurück auf der großen Radsportbühne. Am Sonntag wurde Salzburgs Hausberg zum Schauplatz der Österreichischen Meisterschaften am Berg und gleichzeitig zur siebten und vorletzten Station der Road Cycling League Austria 2026. Damit stand für Österreichs beste Kletterer nicht nur das begehrte Meistertrikot auf dem Spiel, sondern auch wichtige Punkte im Kampf um die Gesamtwertung der höchsten heimischen Straßenradserie.
Mit dem Gaisberg-Radrennen wurde zugleich ein traditionsreicher Bewerb wiederbelebt. Der Anstieg gehört seit Jahrzehnten zum Salzburger Radsport und erhielt zuletzt durch die Bergankunft der Tour of Austria 2025 zusätzliche Aufmerksamkeit. Nun kehrte der Gaisberg mit einem eigenständigen Rennen auf die nationale Radsportbühne zurück.
Für die Frauen und Junioren begann der Kampf um Meisterschaft und Ligapunkte in Guggenthal. Von dort führte die Strecke über rund 8,5 Kilometer und mehr als 600 Höhenmeter hinauf zur Gaisbergspitze. Die Männer-Elite nahm den Anstieg nach dem Start am Salzburgring und einer neutralisierten Anfahrt ebenfalls in Angriff. Für die Männer standen insgesamt 19 Kilometer auf dem Programm.
Spätestens bei der Drei-Kilometer-Marke war klar, dass der Sieg im Männerrennen nur über Hermann Pernsteiner (D2mont Merida Cycling Team) laufen würde. Dort setzte der frühere Straßen-Profi alles auf eine Karte und fuhr dem Rest des Feldes auf und davon. Er gewann das Rennen überlegen mit einem Vorsprung von 31 Sekunden auf Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics) und Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg). Letztgenannter verteidigte jedoch erfolgreich seine Führung im Gesamtklassement der Road Cycling League Austria und geht mit einem Vorsprung von knapp 100 Punkten ins Finale.
„Das Rennen lief total nach Plan. Ich habe mich versteckt und im entscheidenden Moment angegriffen. Schön, dass ich nach genau zehn Jahren meinen dritten Meistertitel holten konnte“, so Pernsteiner der schon 2016 und 2024 erfolgreich war.
Ein Fotofinish gab im Frauenrennen. Dort setzte sich im Zielsprint hauchdünn Chiara Marita Szolderits (RH77 Factory Racing) durch. Zweite wurde die Tirolerin Belinda Holzer (Tirol Women Cycling) vor der Slowenin Tjasa Susnik (ARBÖ Rapso Knittelfeld). Tabea Huys (Tirol Women Cycling) belegte Rang vier und konnte mit ihrer Leistung nicht nur ihre Gesamtführung in der Road Cycling League verteidigen, sondern sich vorzeitig den Gesamtsieg holen.
Zwischenwertung Road Cycling League Frauen: Tabea Huys (Tirol Women Cycling) Belinda Holzer (Tirol Women Cycling) Nadja Heigl (Team Cookina ARBÖ ASKÖ Graz) Tjasa Susnik (ARBÖ Rapso Knittelfeld) Leila Gschwentner (Smurfit Westrock Cycling)
Zwischenwertung Road Cycling League Männer: Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics) Valentin Poschacher (Hrinkow Advarics) Tobias Nolde (Team Vorarlberg) Loic Bettendorff (Hrinkow Advarics)
Rennkalender Road Cycling League Austria 2026: 13.09. – 7. Mühlviertler Hügelweltclassic Königswiesen (F/M)
