Keller und Riley dominieren Ötztaler MTB Festival
Das internationale Ötztaler MTB Festival lieferte einmal mehr spektakulären Cross Country Sport. Obwohl viele der Topathletinnen bereits Richtung Weltcup Auftakt in Südkorea unterwegs sind, konnte sich die Startliste sowohl im Elite-Rennen der Frauen wie auch bei den Herren sehen lassen. Foto - Copyright: Andreas Gänsluckner
Mit der Schweizerin Alessandra Keller war überhaupt eine der absoluten Top-Stars der Szene am Start. Und die Weltmeisterin wurde schließlich ihrer Favoritenrolle gerecht. Bei den Frauen fehlten aus heimischer Sicht gleich alle drei Topfahrerinnen. Tamara Wiedmann aufgrund gesundheitlicher Probleme, Laura Stigger ist mit ihrem Team bereits Richtung Weltcup-Auftakt unterwegs und Mona Mitterwallner wurde aufgrund ihrer zuletzt starken Leistungen auf der Straße von ihrem Team Human Power Health für den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich nominiert.
Es war somit für die Schweizerin Alessandra Keller alles angerichtet. Sie dominierte im Verlauf der ersten Runden bereits nach Belieben und baute ihren Vorsprung rasch aus. Hinter ihr folgten ihre Landsfrauen Ginia Caluori und Ramona Fanchini. Je länger das Rennen dauerte, desto mehr fuhr sich die junge Österreicherin Kathrin Embacher in den Mittelpunkt. Obwohl später ins Rennen gestartet, holte die U23-Fahrerin auch bei der Elite Position um Position auf und lag plötzlich als Overall-Dritte im Spitzenfeld. Nach 1 Stunde und 22 Minuten konnte sich Keller aber als Siegerin vor ihrer Landsfrau Ginia Caluori (plus 2:28 Min) feiern lassen.
Keller neue Nr 1 der Weltrangliste
Mit dem Sieg beim Ötztaler MTB Festival in Haiming ist Keller nun auch die Nummer 1 in der Weltrangliste. Für Kathrin Embacher reichte es neben dem Erfolg in der U23-Wertung tatsächlich auch zum Podestplatz in der Elite-Kategorie. Mit Antonia Grangl auf Platz 7 und Nora Fischer auf Rang 11 zeigten noch zwei weitere Österreicherinnen in der U23-Klasse gute Leistungen. Ein anderes Bild wie bei den Frauen zeigte die Starterliste der Herren. Denn mit Max Foidl, Mario Bair und Julius Scherrer war auch die heimische Elite vollzählig am Start. Die größte Konkurrenz kam mit Björn Riley aus den USA und mit Lars Forster aus der Schweiz. Zunächst setzen sich Riley und Forster vom Rest des Feldes eher rasch ab. Hinter ihnen folgten im Paket Scherrer, Bair und Foidl.
Die Elite-Rennen beim Ötztaler MTB Festival zählen seit einigen Jahren zur UCI Hors Kategorie, zudem ist es die 2. Station in der MTB League Austria. Je länger das Herren-Rennen dauerte, desto mehr zeigte sich die Überlegenheit von Riley. Der Amerikaner, der schon einige Weltcuperfolge im Short Track verbuchen konnte und auch in Haiming schon in der Siegerliste steht, war eine Klasse für sich und gewann das Rennen vor dem starken Schweizer Routinier Lars Forster.
Von den Österreichern war Mario Bair eine Woche vor dem Weltcup-Start in Haiming der Stärkste und holte sich mit Rang drei einen Podiumsplatz. Zufrieden sein konnte auch Max Foidl. Haiming ist bekanntermaßen nicht seine Lieblingsstrecke, doch am Ende reichte es für den guten vierten Platz. Und der junge Vorarlberger Julius Scherrer komplettierte mit Rang sechs das starke Ergebnis aus österreichischer Sicht. Und das was Embacher in der U23-Klasse der Frauen zeigte, machte ihr bei den Herren Maks Barret Maunz nach. Der junge Österreicher vom KTM Factory Team siegte ebenfalls in der U23-Wertung.
Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Veranstaltern des Racing Team Haiming um Obmann Gerhard auf der Klamm. Neben den Elite-Rennen sorgten hunderte Nachwuchsfahrer für ein großes Teilnehmerfeld. Die Planungen für das Ötztaler MTB Festival gehen ja bereits über die kommenden Jahre hinaus.
