Dominik Hödlmoser und Elisa Winter gewinnen City Hill Climb
Zum vierten Mal wurde der City Hill Climb, ein Eliminationsrennen vom Kapitelplatz in der Salzburger Innenstadt hinauf zur Festung, ausgetragen und erlebte 2024 das jüngste Siegerduo der Geschichte. Bei den Männern setzte sich der 19-jährige Dominik Hödlmoser (Felt – Felbermayr) durch, bei den Frauen sicherte sich die 20-jährige Elisa Winter (Union Raiffeisen Tirol) den prestigeträchtigen Erfolg im steilsten Rennen Österreichs, bei dem Rampen bis zu 32 Steigungsprozent warten. Foto: Alex Zauner/City Hill Climb
Sowohl für Winter als auch Hödlmoser war es der erste Sieg bei dem spektakulären Format, ein sehr spezieller vor allem für den 19-Jährigen, stammt er aus Plainfeld und ist nur unweit seiner Landeshauptstadt zu Hause. "Ich habe gehofft, dass mir der Sieg vor dem heimischen Publikum gelingt", meinte er nach dem Rennen, musste sich aber ordentlich strecken um seinen Teamkollegen Daniel Federspiel, der alle Austragungen bislang gewann und diesmal nicht am Start stand, nachzufolgen.
Denn im Finale attackierte der Wiener Paul Buschek (Tirol KTM Cycling) früh und setzte sich am Weg zur Festung von seinen Gegnern schon um einige Sekunden ab. Am Burgtor schaffte Hödlmoser dann den Anschluss und ging im steilsten Part der Strecke an Buschek vorbei, erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung, den er bis ins Ziel rettete. "Die Attacke so früh überraschte mich. Ich durfte das Loch nicht zu groß werden lassen, konnte dann aber noch kontern und muss sagen, dass es wirklich super für mich gelaufen ist", berichtete der Salzburger, der zu einem umjubelten Heimsieg fuhr. Zweiter wurde Buschek vor dem Oberösterreicher Fabian Steininger (Maloja – Pushbikers).
Begleitet von vielen Zusehern entlang der steilen Strecke wurden auch die Frauen bei ihrem Finale. In diesem war Winter, die Siegerin der heimischen Radbundesliga des vergangenen Jahres, eine Klasse für sich. Die Steirerin sorgte von Beginn an für ein schnelles Tempo und riss schon vor dem ersten Burgtor eine kleine Lücke auf. Diese benötigte sie dann auch für den steilen Anstieg in der Burg, wo sie vom Rad absteigen musste. Als sie wieder in ihre Pedale einklickte, war ihr Vorsprung dahin, trotzdem rettete sie sich noch als Siegerin über den Zielstrich in der Festung.
"Es war echt eine voll coole Erfahrung, aber zugleich ein sehr zähes Rennen", erinnerte sich Winter, die vor ihrer Teamkollegin Amalie Cooper gewinnen konnte. Dritte wurde die Deutsche Eva Schien (Cookina Graz). "Ich habe wirklich größten Respekt vor den Fahrerinnen, die im steilen Part nicht abgesteigen müssen. Ich habe das nicht geschafft und dadurch wurde es wieder knapp", schilderte die 20-Jährige, die in Salzburg schon am Donnerstag auch das flache Kriterium für sich entscheiden konnte.
"Die letzten Meter habe ich dann gehofft, dass es reicht und das hat es dann auch", grinste die junge Steirerin. Aber nicht nur in den Eliteklassen waren die jungen Athletinnen und Athleten stark, sondern auch im Nachwuchs, wo die älteren Kategorien schon die gesamte Strecke befuhren und dort mit ganz schnellen Zeiten überraschten. "Sie sind die Basis für die Zukunft von unserem Event und deshalb freut es mich besonders, wenn diese Klassen so stark gefüllt sind. Das Rennen hat auch seinen Reiz für Jugend", erklärte Organisator Gerhard Schönbacher, der ein zufriedenes Resümee über seine Veranstaltung ziehen konnte: "Zwar haben uns die großen Namen vielleicht gefehlt, aber vielleicht war es auch ein Wink für die Zukunft, dass sich hier junge Athletinnen und Athletinnen auf einer großen Bühne präsentieren können. Das nehme ich mit für die nächste Austragung 2025."